Konfiguration ist kein Gesetz
Konfiguration ist kein Gesetz
Konfiguration beschreibt Präferenzen. Gesetz definiert Verpflichtung.
Ein System, das Konfiguration als Autorität behandelt, hat kein Gesetz.
I. Der Kategorienfehler
Moderne Systeme verlagern Verhalten in:
Flags
Umgebungsvariablen
YAML-Dateien
Feature-Toggles
Das nennt man Flexibilität.
Flexibilität ohne Grenze ist keine Governance.
Konfiguration ändert sich. Gesetz nicht.
II. Veränderliche Eingaben können Vergangenes nicht regeln
Eine Entscheidung ist nur rechtmäßig, wenn sie nachträglich begründet werden kann.
Wenn Ausführung von Konfiguration abhängt, ist Begründung unmöglich.
Das Gesetz hat sich geändert. Die Entscheidung ist unhaltbar.
III. Konfiguration ist nicht auditierbar
Konfiguration hat:
keine Kausalität
keine zeitliche Wahrheit
keine Unveränderlichkeit
Man kann sie sehen, aber nicht beweisen, dass sie galt.
Audit verlangt Gesetz.
IV. Feature-Flags sind Kontrollversagen
Feature-Flags umgehen:
Review
Deployment
Nachvollziehbarkeit
Sie ersetzen Gesetz durch Laufzeitwillkür.
V. Gesetz erfordert Unveränderlichkeit
Gesetz muss:
definiert
versioniert
unveränderlich
zeitlich gebunden sein
Konfiguration erfüllt nichts davon.
VI. Der Ort des Gesetzes
Gesetz lebt in:
Kernel-Logik
deterministischer Ausführung
versionierten Registern
unveränderlichen Ereignissen
Alles andere ist kein Gesetz.
VII. Schlussfolgerung
Konfiguration ist kein Gesetz.
Sie erzeugt Systeme ohne Beweis und Entscheidungen ohne Verteidigung.
SHA-256: c95f610c787bd8704fc85aa6cb78a97ae6585dbc03680af2fac23290ead9e9c4