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007

Konfiguration ist kein Gesetz

Konfiguration beschreibt Präferenz. Gesetz definiert Verpflichtung. Ein System, das Konfiguration als ausführbare Autorität behandelt, hat kein Gesetz.
Version 1.0.0 — Ratifiziert

Konfiguration ist kein Gesetz

Konfiguration beschreibt Präferenzen. Gesetz definiert Verpflichtung.

Ein System, das Konfiguration als Autorität behandelt, hat kein Gesetz.

I. Der Kategorienfehler

Moderne Systeme verlagern Verhalten in:

Flags

Umgebungsvariablen

YAML-Dateien

Feature-Toggles

Das nennt man Flexibilität.

Flexibilität ohne Grenze ist keine Governance.

Konfiguration ändert sich. Gesetz nicht.

II. Veränderliche Eingaben können Vergangenes nicht regeln

Eine Entscheidung ist nur rechtmäßig, wenn sie nachträglich begründet werden kann.

Wenn Ausführung von Konfiguration abhängt, ist Begründung unmöglich.

Das Gesetz hat sich geändert. Die Entscheidung ist unhaltbar.

III. Konfiguration ist nicht auditierbar

Konfiguration hat:

keine Kausalität

keine zeitliche Wahrheit

keine Unveränderlichkeit

Man kann sie sehen, aber nicht beweisen, dass sie galt.

Audit verlangt Gesetz.

IV. Feature-Flags sind Kontrollversagen

Feature-Flags umgehen:

Review

Deployment

Nachvollziehbarkeit

Sie ersetzen Gesetz durch Laufzeitwillkür.

V. Gesetz erfordert Unveränderlichkeit

Gesetz muss:

definiert

versioniert

unveränderlich

zeitlich gebunden sein

Konfiguration erfüllt nichts davon.

VI. Der Ort des Gesetzes

Gesetz lebt in:

Kernel-Logik

deterministischer Ausführung

versionierten Registern

unveränderlichen Ereignissen

Alles andere ist kein Gesetz.

VII. Schlussfolgerung

Konfiguration ist kein Gesetz.

Sie erzeugt Systeme ohne Beweis und Entscheidungen ohne Verteidigung.

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SHA-256: c95f610c787bd8704fc85aa6cb78a97ae6585dbc03680af2fac23290ead9e9c4